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Negative Offshore-Haftungsumlage im Jahr 2017


19.10.2016
Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben die Höhe der Offshore-Haftungsumlage für das Jahr 2017 veröffentlicht. Zweck der Offshore-Haftungsumlage ist es, die den ÜNB entstehenden Kosten für Entschädigungen bei Störungen oder Verzögerung der Anbindung von Offshore-Anlagen auf die Letztverbraucher zu wälzen. 

Die Offshore-Haftungsumlage beträgt für nicht privilegierte Letztverbraucher -0,028 ct/kWh und sorgt somit für eine Entlastung. Im Jahr 2016 hat die Umlage für diese Letztverbraucher noch 0,040 ct/kWh betragen.  

Für Letztverbraucher, deren Jahres(selbst)verbrauch an einer Abnahmestelle 1.000.000 kWh übersteigt (Letztverbrauchergruppe B), beträgt die Umlage kommendes Jahr 0,038 ct/kWh und erhöht sich damit im Vergleich zu der Umlage im Vorjahr (0,027 ct/kWh in 2016). Für Letztverbraucher, die darüber hinaus auch Unternehmen des Produzierenden Gewerbes sind und deren Stromkosten im abgeschlossenen Geschäftsjahr 4% des Umsatzes übersteigen (Letztverbrauchergruppe C), wird die Offshore-Haftungsumlage 2017 unverändert 0,025 ct/kWh betragen.  

Zur Mitteilung der ÜNB gelangen Sie hier.  

Hinweis: Derzeit liegt ein Referentenentwurf vor, wonach die Reduzierung der KWK-Umlage nach § 26 Abs. 2 KWKG (und damit auch der übrigen netzseitigen Umlagen, wie der Offshore-Haftungsumlage) rückwirkend ab 1. Januar 2016 nicht mehr über verschiedene Letztverbrauchergruppen (s.o.) erfolgen soll, sondern nur noch Unternehmen gewährt wird, die von einer Begrenzung der Besonderen Ausgleichsregelung des EEG profitieren (RGC berichtete).

Rechtsanwalt Dr. Eike Brodt
Rechtsanwalt Julian Heß


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