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BNetzA passt Festlegungen an MsbG an


16.01.2017
Mit Beschluss vom 20. Dezember 2016 hat die BNetzA zwei neue Festlegungen zur Anpassung von Vorgaben zur elektronischen Marktkommunikation beschlossen (BK6-16-200 (Strom) und BK7-16-142 (Gas)). Erforderlich wurden die Festlegungen durch das Inkrafttreten des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende, mit dem auch das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) wirksam wurde.  

Mit den beiden Festlegungen werden die Voraussetzungen für die Einführung intelligenter Messsysteme und moderne Messeinrichtungen geschaffen. Daher haben die Festlegungen Anpassungen der sog. WiM-Festlegung, der GPKE-Festlegung und der GeLi Gas-Festlegung zur Folge. Daneben wurde auch die Festlegung zu Marktprozessen für Erzeugungsanlagen (MPES) geändert.  

Bereits im Vorfeld zum Inkrafttreten des MsbG hatte die BNetzA mit der Überarbeitung der betroffenen Festlegungen begonnen. Denn schon während des Gesetzgebungsverfahrens zum MsbG war absehbar, dass durch das MsbG ein neues Modell für das Messwesen und die Datenkommunikation eingeführt wird (RGC berichtete).  

Gegenstand der aktuellen Festlegungen ist aber zunächst ein „Interimsmodell“, also ein Übergangsmodell, für die elektronische Marktkommunikation. Das Interimsmodell regelt, dass der Informationsaustausch von Messwerten innerhalb des Übergangszeitraums vom 1. Oktober 2017 bis voraussichtlich 1. Oktober 2019 im Rahmen der bislang üblichen „kettenförmigen Messwertübermittlung“ verläuft. Zukünftig sieht das MsbG die Verteilung von Messwerten direkt aus den jeweiligen Smart Metern als sog. „sternförmige Verteilung“ mittels des Smart-Meter-Gateways vor. Da jedoch der Roll-out von Smart Metern noch nicht begonnen hat, ist es notwendig, eine Übergangsregelung zu schaffen, die die schrittweise Einführung des neuen Modells ermöglicht.  

Bereits zu Beginn diesen Jahres hat die Vorbereitungsphase für ein weiteres umfangreiches Festlegungsverfahren begonnen, innerhalb dessen die Umstellung der gesamten Marktkommunikation auf die sternförmige Verteilung im Sinne des sog. „Zielmodells“ erfolgen soll. Der Überganszeitraum von drei Jahren soll genutzt werden, um die Prozesse der Marktkommunikation entsprechend umzubauen.  

Im Gassektor hat die BK 7 von der Festlegung eines Interimsmodells abgesehen, um den Marktbeteiligten ein hohes Maß an Flexibilität zu gewähren.  

Die Regelungen werden überwiegend zum 1. Oktober 2017 wirksam.  

Weitere Informationen zum Interimsmodell, die o.g. neuen Festlegungen und die angepassten Dokumente zur WiM-, GPKE- und GeLi Gas-Festlegung finden Sie hier.   

Rechtsanwalt Dr. Eike Brodt
Rechtsanwältin Tanja Körtke


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