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BNetzA: Neue Festlegungen zur Regelenergieausschreibung


17.07.2017
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat in zwei Festlegungen die Ausschreibungsbedingungen und Veröffentlichungspflichten für Sekundärregelleistung (Az.: BK6-15-158) und Minutenreserve (Az.: BK6-15-159) ab Juli 2018 neu geregelt.  

Ziel der neuen Festlegungen sei es, die  Ausschreibungsbedingungen für die Sekundärregelung und die Minutenreserve zu optimieren, um weiteren Akteuren wie flexiblen Erzeugern (z.B. Betreibern von Windenergieanlagen), in  der  Leistung  steuerbaren  Verbrauchern  (z.B. Betreibern  von  Demand-Side-Management-Systemen), Betreibern von Speichern u.a. den Zugang zu den genannten Regelenergiemärkten zu erleichtern. Hierzu sind nun sowohl für Minutenreserve als auch für Sekundärregelleistung kalendertägliche Ausschreibungen vorgesehen. Zudem werden die Produktzeiten bei der Regelenergie auf vier Stunden verkürzt. Damit werden die 4-Stunden-Produkte für Sekundärregelleistung und Minutenreserve harmonisiert. Die Mindestangebotsgröße von 5 MW für die Teilnahme an den Ausschreibungen soll grundsätzlich beibehalten werden. Es sollen unter bestimmten Bedingungen jedoch auch Angebotsgrößen in Höhe von 1 MW, 2 MW, 3 MW oder 4 MW zugelassen werden, um kleineren Anbietern die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben.  

Die neuen Vorgaben sind grundsätzlich ab dem Erbringungstag 12.07.2018 anzuwenden, wobei einige Regelungen erst ab dem 12.07.2019 Anwendung finden. Die bis dahin geltenden Festlegungen BK6-10-098 vom 12.04.2011 und BK6-10-099 vom 18.10.2011 der BNetzA zur Regelleistung und Minutenreserve werden mit Wirkung vom 12.07.2018 widerrufen.  

Weitere Informationen finden Sie hier und hier.

Rechtsanwältin Yvonne Hanke
Rechtsanwältin Tanja Körtke


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