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BNetzA konsultiert Marktstammdatenregister


22.09.2016
Die BNetzA hat umfangreiche Dokumente im Zusammenhang mit der Einrichtung des Marktstammdatenregisters veröffentlicht und führt laufend Workshops zu bestimmten Themen, wie Konzept, Datendefinition und –umfang durch. Hintergrund ist, dass im Gesetz zur Weiterentwicklung des Strommarktes (Strommarktgesetz) u.a. die Einrichtung eines Marktstammdatenregisters (MaStR) geregelt wurde. 

Mit dem MaStR soll ein umfassendes behördliches Register des Strom- und Gasmarktes aufgebaut werden. Zuständig ist die BNetzA. Zwar erfasst § 111e Abs. 2 EnWG zunächst nur Betreiber von Erzeugungs- und Speicheranlagen, Netzbetreiber, Bilanzkreisverantwortliche und im Gasbereich zusätzlich die Marktgebietsverantwortlichen. Es ist aber erklärtes Ziel der BNetzA, dass das MaStrR von Behörden und Marktakteuren des Energiebereichs (Strom und Gas) für viele energiewirtschaftliche Prozesse genutzt werden kann. Das derzeit von der BNetzA diskutierte Konzept sieht daher auch die Erfassung von Stromverbrauchern vor, die an den Höchst- und Hochspannungsebenen angeschlossen sind. Es erfolgt keine zwar Erfassung der Einzelverbrauchsanlagen, allerdings muss die Anzahl der Anlagen mit einer Nennleistung von über 50 MW angegeben werden, die an der jeweiligen Lokation angeschlossen sind. Derzeit ist geplant, dass die Daten der Stromverbrauchslokation vom Netzbetreiber angelegt und zum Großteil befüllt werden. Der Betreiber an der jeweiligen Stromverbrauchslokation (= das angeschlossene Unternehmen) soll aber anschließend aufgefordert werden, die eigenen Daten zu ergänzen und dafür auch dauerhaft die Verantwortung übernehmen. 

Die BNetzA erklärt, dass die Diskussion um die Einrichtung des Marktstammdatenregisters und insbesondere der zu erhebenden Daten noch nicht abgeschlossen ist. Stellungnahmen sind daher noch möglich. Außerdem findet am 27. September 2016 ein Workshop zu den Definitionen und Merkmalen der Daten statt.  

Die umfangreiche Dokumentation der bisherigen Dokumente und Workshops sowie die bisher eingereichten Stellungnahmen finden Sie hier.

Rechtsanwältin Yvonne Hanke
Rechtsanwältin Tanja Körtke


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