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BNetzA konsultiert Fragebögen Lastmanagement in Unternehmen


27.02.2017
Die BNetzA hat Ende Januar ein Konsultationsverfahren zur Abfrage von Informationen zum Lastmanagement von Stromkunden gestartet und dabei insbesondere auch Stromverbraucher angeschrieben, die einen Stromverbrauch von mehr als 50 GWh/Jahr haben. Mit der Abfrage will die BNetzA herauszufinden, ob und wie Lastmanagement-Maßnahmen bei Letztverbrauchern zur Versorgungssicherheit beitragen können.  

Hintergrund des Monitorings zum Lastmanagement sind Änderungen im EnWG durch das Strommarktgesetz (RGC berichtete). Danach kann die BNetzA u.a. ein Monitoring des Lastmanagements durchführen, welches dann auch Gegenstand des Berichts des BMWi nach § 51 (bzw. § 63) EnWG über die Versorgungsicherheit sein kann. Die Befugnis zur Datenabfrage richtet sich an Unternehmen und Vereinigungen von Unternehmen (also Verbände, Genossenschaften etc.) mit einem Stromverbrauch von mehr als 50 GWh/Jahr. Netzbetreiber sind neuerdings verpflichtet, der Regulierungsbehörde auf Nachfrage alle Unternehmen/Unternehmensvereinigungen zu nennen, die einen Verbrauch von mehr als 20 GWh/Jahr haben, damit die Behörden die in Frage kommenden Letztverbraucher direkt ansprechen und das Lastmanagement-Potential bewerten kann. 

Die zur Konsultation gestellten Fragebögen sehen detaillierte Angaben zu vorhandenen und möglichen Lastmanagementmaßnahmen vor. Neben den Unternehmensdaten werden u.a. Informationen zum Stromverbrauch, zur Leistungsinanspruchnahme im zeitlichen Verlauf, nach Energiemanagementsystemen und etwaig eingesetzten Maßnahmen zur Laststeuerung abgefragt. Außerdem enthält der Fragebogen hypothetische Fragen dazu, zu welchem Preis und unter welchen Voraussetzungen eine Teilnahme an einem Lastmanagement-System denkbar wäre.  

Für Unternehmen, die einen Stromverbrauch über 50 GWh/Jahr haben, kann es Sinn machen, zu den Fragebögen im Rahmen der Konsultation Stellung zu nehmen, abhängig davon, wie Ihr Unternehmen die abgefragten Informationen bewertet. Denn nach dem EnWG sind Unternehmen mit einem entsprechenden Stromverbrauch grundsätzlich verpflichtet, auf eine Datenabfrage der BNetzA zum Lastmanagement Auskunft zu erteilen. Die BNetzA hat angekündigt, nach Ablauf der Konsultation die endgültigen Fragebögen zu veröffentlichen, für die dann eine Auskunftspflicht besteht.  

Die Stellungnahmefrist läuft noch bis zum 10. März 2017.  

Einzelheiten zur Konsultation finden Sie hier.

Rechtsanwalt Dr. Eike Brodt
Rechtsanwältin Tanja Körtke


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