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BNetzA ergänzt Konsultation über höhere Anforderungen für atypische Netzentgelte


26.10.2016
Die BNetzA hat im Rahmen der geplanten Änderungen der Vorgaben für die Atypik heute den Entwurf der Festlegung für die Änderungen veröffentlicht und zur Konsultation gestellt, der nun eine Übergangsregelung für bestehende Netzentgeltvereinbarungen bis zum 31. Dezember 2017 enthält. 

Bereits am 14. September 2016 hatte die BNetzA ein Eckpunktepapier veröffentlicht und angekündigt, die Vorgaben für individuelle Netzentgelte gem. § 19 Abs. 2 S. 1 (Atypik) ändern zu wollen (RGC berichtete). Geplant war danach die Erheblichkeitsschwelle für die Lastverlagerung im Rahmen der Atypik stark anzuheben. Diese Änderung sollte für Neuvereinbarungen ab dem 1. Januar 2017 gelten. 

Nun hat die BNetzA einen Entwurf der neuen Festlegung veröffentlicht. Der Entwurf enthält die geplanten Änderungen, wie sie in den Eckpunkten genannt waren. Zukünftig wäre für ein individuelles Netzentgelt im Rahmen der Atypik eine Lastverlagerung von 50 % erforderlich, mindestens aber 1.000 kW. Im Vergleich zu den Eckpunkten ist aber nun eine neue Übergangsregelung in den Beschlussentwurf als Ziff. 2 aufgenommen worden. Danach sollen die neuen Anforderungen ab 1. Januar 2017 gelten. Vereinbarungen über ein individuelles Netzentgelt, die in früheren Jahren geschlossen wurden und die über den 31. Dezember 2016 hinaus laufen, dürfen nur noch bis zum 31. Dezember 2017 fortgesetzt werden. Ab 1. Januar 2018 müssen alle Letztverbraucher, die ein individuelles Netzentgelt auf Grund der Atypik in Anspruch nehmen wollen, die neuen Kriterien erfüllen. 

Zu dem Beschlussentwurf können Marktteilnehmer noch bis zum 9. November 2016 Stellung nehmen.

Weitere Einzelheiten zur Konsultation finden Sie auf der Internetseite der Beschlusskammer 4.

Rechtsanwalt Dr. Eike Brodt
Rechtsanwältin Tanja Körtke


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