Energierechtskanzlei
Logo Ritter Gent Collegen
Körtke Schmidt Energierecht

Latest News


ACER veröffentlicht neue FAQ zur REMIT-Verordnung
20.07.2017

Die Europäische Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden - ACER (engl. Agency... Detail


Bundestag stimmt KWK-Ausschreibungsverordnung zu
19.07.2017

Der Deutsche Bundestag hat in seiner Sitzung am 29. Juni 2017 der „Verordnung zu Ausschreibungen... Detail

RGC News App

Immer up to date.
Mit unserer App „RGC Energierecht News“ erhalten Sie unsere aktuellen Meldungen direkt auf ihr Mobiltelefon.
Detail

Änderungen in der Marktkommunikation zum Messwesen geplant


14.09.2016
Die BNetzA hat ein Festlegungsverfahren zur Anpassung der Vorgaben für die elektronische Marktkommunikation eröffnet, um die Regelungen des Anfang September in Kraft getretenen Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) in die Festlegung einzuarbeiten.  

Vor sechs Jahren, am 9. September 2010, hatte die BNetzA die Festlegung zur Standardisierung von Verträgen und Geschäftsprozessen im Bereich des Messwesens (Az.: BK6-09-034 (Strom) und BK7-09-001 (Gas)) beschlossen (kurz: WiM). In dieser war u.a. der Wechselprozess im Messwesen und Vorgaben zur Kommunikation zwischen den Beteiligten geregelt. 

Bereits als das MsbG im Gesetzgebungsverfahren war, hatte die BNetzA die Verbände BDEW und VKU um die Erarbeitung von Vorschlägen zur Anpassung der geltenden Festlegungen im Sinne eines „Interimsmodells“ gebeten. Die Behörde wollte sicherstellen, dass neu einzusetzende Messtechnik, insbesondere intelligente Messsysteme, bereits ab Herbst 2017 mit wesentlichen Grundfunktionalitäten in die elektronische Marktkommunikation eingebunden werden kann. Wegen des knappen Zeitraums sollen die Änderungen deswegen zunächst auf ein Mindestmaß beschränkt werden und umfangreichere Regelungen verschoben werden.  

Nach Aussage der BNetzA wurden die von den Verbände-Arbeitsgruppen erstellten Ergebnisse mehrfach zwischen den betroffenen Verbänden, dem Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der BNetzA diskutiert. Diese Ergebnisse sind Grundlage für die nun zur Konsultation gestellten Dokumente.  

Das umfangreiche Paket der vorgeschlagenen Änderungen betrifft nicht nur die Festlegung WiM, sondern auch die Festlegungen der Datenformate GPKE und GeLi Gas sowie die Festlegung „Marktprozesse für Einspeisestellen Strom)“ (kurz: MPES). Außerdem bittet die BNetzA ausdrücklich um Stellungnahmen zur Forderung der Verteilnetzbetreiber, die Möglichkeit zur rückwirkenden Anmeldung von Ein- und Auszügen abzuschaffen. Die zuständigen Beschlusskammern BK6 und BK7 der BNetzA fordern alle Marktteilnehmer auf, zu den Änderungsvorschlägen Stellung zu nehmen. Die Frist für die Abgabe von Stellungnahmen läuft bis zum 12. Oktober 2016.  

Im Zusammenhang mit der Konsultation weist die BNetzA darauf hin, dass nach dem neuen MsbG keine gesonderte Messdienstleister-Marktrolle mehr existiere. Die Rollen des Messstellenbetreibers und des Messdienstleisters dürften zukünftig nicht mehr auseinanderfallen. Die BNetzA ist daher der Auffassung, dass bei allen Zählpunkten, bei denen derzeit noch unterschiedliche Marktakteure für die Rollen des Messstellenbetriebs und der Messdienstleistung zugewiesen sind, dieser Zustand unverzüglich zu beenden sei. 

Außerdem kündigen die Beschlusskammern bereits jetzt an, dass die erforderlichen Messstellenverträge sowohl für den Strom- als auch für den Gassektor standardisiert werden sollen. Die BNetzA hat die Verbände BDEW und VKU gebeten, geeignete Entwürfe zu erarbeiten, die zu einem späteren Zeitpunkt konsultiert werden sollen.  

Weitere Informationen zum Verfahren, Links auf die Konsultationsdokumente und Hinweise zur Konsultation finden Sie hier.

Rechtsanwalt Dr. Eike Brodt
Rechtsanwältin Tanja Körtke


zurück zur Übersicht